400 Jahre Frankenburger Blutgericht – 100 Jahre Frankenburger Würfelspiel
Am 6. September brachte der Kustos des Frankenburger Heimatvereines Kons. Erwin Hofbauer einen ausführlichen und historisch fundierten Überblick über das Entstehen des Laienschauspieles in der Nachbargemeinde Frankenburg, die 400 Jahre Frankenburger Blutgericht und 100 Jahre Frankenburger Würfelspiel im Rahmen einer Gedenkfeier beging. Eine Power-Point Präsentation vermittelte einen umfassenden Rückblick auf Aufführungen, Laien-Darstellern, prominenter Gäste, Medienecho usw.
Gedacht wurde an die Zeit der Bauernkriege der Gegenreformation, an das Blutgericht am Haushamerfeld in Pfaffing 1625, bei dem auf Befehl des bayrischen Statthalters Graf von Herberstorff die evangelischen Bauern um ihr Leben würfeln mussten. Karl Itzinger verfasste in den 1920er Jahren ein Buch, nach dem die ersten Szenen in einem begrenzten Rahmen aufgeführt wurden. Der Inhalt war tendenziös national und antiklerikal, war doch der Verfasser ein illegaler Nationalsozialist. Das Stück brachte es in der schrecklichen Zeit bis zu einer Aufführung in Berlin mit Berufsschauspielern.
Nach dem 2. Weltkrieg änderten führende Kräfte in der Kulturszene das Drehbuch, in den letzten Jahren beschließt ein versöhnlicher Dialog und Aufruf für alle Zeit zur Toleranz das imposante und sehenswerte Schauspiel. Somit passend für die aktuellen Probleme der heutigen Zeit.




