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Sa, 26. Oktober 2019 - 19:30

Finissage - "Meine Tanz geigts már áf,...!"

Alles dreht sich an diesem Abend um den Spielmann Andreas Hagn (1792-1848) aus Kleinpiesenham, um seine Noten, seine Lebensgeschichte, um das von seinen Eltern errichtete „Tonihäusl“, auf welches man heute noch trifft.

Sein Vater Anton war Schumacher und Spielmann, seine Mutter Rosalia (geb. Hofstötter) die Tante von Franz Stelzhamer (1802-1874). Andreas und Franz waren folglich Cousins, wuchsen fünf Gehminuten voneinander entfernt auf. Mehrmals erwähnt Franz Stelzhamer in seinen Gedichten die Hagn‘schen Spielleute.

Von Andreas Hagn sind im Original Noten aus den Jahren 1813 bzw. 1831 bis 1833 erhalten. Im Zusammenhang mit der Überlieferung ist vor allem auch der Name Maximilian Zeilinger (1909-2013) zu nennen. Der spätere Arzt hat sich im Jahr 1927 für seine Maturaarbeit in Großpiesenham auf die Suche nach alten Geigennoten gemacht. Neben Walzertrios und neueren Ländlern stieß er auch auf die Originalnoten aus dem Nachlass des Spielmannes Andreas Hagn. Die ältesten Noten – 45 „Landler Tanz“ in D-Dur – hat dieser im Jahr 1813 selbst abgeschrieben, von wem ist nicht bekannt.

Neben einigen dieser „Landler Tanz“ sollen in wechselnden Besetzungen auch Walzertrios und neuere Ländler aus der Zeilinger-Sammlung erklingen. Als Höhepunkt wird der „Innviertler Landler“ gesungen und musiziert, so wie er in den 1920er-Jahren von den „Solingern“ etabliert wurde.

Lassen sie sich überraschen.